Der
Energieverbrauch - Tester
Ein
Whirlpool kostet einen Euro am Tag? Diese pauschale Aussage über
die Energiekosten ist mit den derzeitigen Energiepreisen
so nicht mehr tragbar. Jetzt hat es sich ein Whirlpoolfachhändler
zum Ziel gemacht, Transparenz zu schaffen. Er läßt Whirlpools
unter Realbedingungen testen.
Von
außen sieht es aus wie eine Garage. Ein Betonkasten
mit grauem Anstrich und weißem Rolltor. Auch im Inneren
des rechteckigen Körpers wartet man vergeblich auf
bunt-leuchtende Lampen und piepsende Armaturen. Stattdesen
messen eingelassene Sensoren ganz unspektakulär relevante
Werte. Spektakulär an dem Objekt ist vor allem die
Konzeption, die dahintersteckt.
Whirlpool-Leistungszentrum
Die innovative Idee hat ein kleines Vermögen gekostet, bringt
aber einen großen Mehrwert mit sich. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt,
den Energieverbrauch der Whirlpools transparenter zu machen", sagt
Günter Pfahler, der Kopf hinter dem Projekt. Zum Testen wird also jedes
Portable Spa-Modell in die Kammer gestellt und der Energieverbrauch gemessen.
Wichtig ist die Ausrichtung auf reelle Bedingungen. Das heißt, die Kammer
wird auf 10 Grad heruntergekühlt (das entspricht in etwa der durchschnittlichen
Außentemperatur in Deutschland), der Whirlpool auf 37 Grad aufgeheizt
und sogar Windeinflüsse simuliert. Die Grundlage der Berechnungen bildet
eine drei mal wöchentliche Whirlpoolnutzung mit einer Badedauer von jeweils
30 Minuten. Der Whirlpoolbetrieb, also die Massagedüsen in Aktion, wird
mit 20 Minuten kalkuliert. In die Berechnung flißt außerdem das Aufheizen
des Wassers, durch die drei mal jährlich bedingten Wasserwechsel, mit
ein. Die Daten werden dann minütig an die Datenzentrale gesendet und
ausgewertet. Für den Stromverbrauch werden 20 Cent pro Kilowattstunde
veranschlagt. Das vom TÜV Süd zertifizierte System hat mittlerweile alle
Modelle getestet, die in Pfahlers Whirlpoolstudio auch vertrieben werden.
Und das sind immerhin 45 Modelle von fünf verschiedenen Herstellern.
Das Ziel ist jedoch, möglichst die Spas aller Hersteller zu testen, um
endlich eine einheitlich getestete Verbrauchsskala zu erreichen.
Transparenz
durch Energiepass
Die Whirlpool-Interessierten wissen also in Zukunft, womit Sie rechnen
müssen. "Jeder
Kunde bekommt von uns einen Energiepass, der den wahren Verbrauch seines
Whirlpools belegt", erklärt Pfahler und verweist auf weitere Möglichkeiten,
die das System bietet. "Auch kommen Kunden zu uns die sich über
den hohen Stromverbrauch ihres Whirlpools wundern. Mit der Testkammer
können wir herausfinden, worin der erhöhte Energieaufwand begründet ist".
Ob defekte Abdeckung, mangelnde Verkleidung oder der Wind als Energiefresser
- mit der Testkammer lässt sich das Problem finden. "Die größte
Energieeinsparung erreicht man allerdings mit einer guten Isolierung",
resümiert der Whirlpoolhändler. Gerankt werden die Whirlpools, ähnlich
wie bei Waschmaschinen oder Glühbirnen, in Energieklassen.
Es
gibt 1-Euro-Whirlpools
Und dass die Geschichte mit einem Euro am Tag auch bei den derzeitigen
Strompreisen noch funktioniert, zeigt das Modell "Baron" (Dynasty
Spas), das Günter Pfahler im Programm hat. Dieser Spa liegt mit auf dem
Energiepass ausgeschrieben 99 Cent noch unter dem berühmten proklamierten
Euro.
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Daten
und Werte
Ein speziell für Pfahlers Whirlpoolstudio entwickeltes Programm nimt
die Daten der getesteten Whirlpools auf und stellt diese grafisch
dar. In dem Programmfenster sieht man die Wassertemperatur, die Außentemperatur
sowie alle Verbrauchswerte. Diese Grafik zeigt beispielsweise die
Aufheizphase eines Whirlpools in der Kühlkammer. Alle relevanten
Werte werden nach dem abgeschlossenen Testlauf in den Energiepass übertragen
und dem Käufer ausgehändigt. So bekommt dieser einen realistischen Überblick über
die Stromkosten, die auf Ihn zukommen. |
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